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Ocean Collection: Was alte Fischernetze und Sportklamotten miteinander zu tun haben

Aktualisiert: Mai 28

Der Sommer rückt näher und du bist auf der Suche nach einem neuen Sportoutfit? Wir haben einen heißen und nachhaltigen Tipp für dich!


Neue Sportbekleidung sieht nicht nur gut aus – man fühlt sich dadurch auch unglaublich motiviert, mehr Sport zu treiben. Wenn deine alten Sportklamotten schon langsam ihren Geist aufgeben und Passform verlieren, ist es Zeit für etwas Neues.

Warum dann nicht gleich auf eine nachhaltige Innovation setzen?


Zum Sport motivieren oft neue und trendige Sportklamotten

Das Übel hinter herkömmlicher Sportkleidung

Führende Sportartikelhersteller machen jährliche Umsätze von bis zu 31 Mrd. Euro pro Jahr – und das leider zum großen Teil auf Kosten anderer. Bei vielen Sportartikelherstellern stehen in der Produktion Kinderarbeit, gefährliche Arbeitsbedingungen und unfaire Löhne nach wie vor auf der Tagesordnung. Zudem werden etliche Ressourcen wie Wasser verbraucht, Giftstoffe gelangen in die Atemwege der Arbeiter/innen und das Grundwasser und eine Unzahl an CO2 wird ausgestoßen. Das meist für Sportkleidung, die weder besonders hochwertig ist, noch den ständig wechselnden Sportmodetrends Stand hält.


Ist das bei allen Sportbekleidungsherstellern so?

Nein, das aufstrebende Unternehmen FITICO sportswear rund um Gründerin und Visionärin Sophie Wirth leistet Widerstand! Das Unternehmen schwört auf genial produzierte, funktionelle Sportkleidung, die auch noch nachhaltig ist! Was das Unternehmen so innovativ und genial macht?


Die Vision

„Bei allem was wir tun, stehen Mensch und Umwelt im Mittelpunkt“ – so das Motto von FITICO. Dahinter steckt eine ausgeklügelte Idee. Denn FITICO steht für stylische und nachhaltige Sportkleidung – aus recycelten Fischernetzen! Ja, richtig gelesen! Sogenannte Geisternetze, also Fischernetze, die in die Meere geworfen oder verloren wurden, sind Teil von 40 bis 60% Fischfanggerät, die quer in allen Weltmeeren herumschwimmen.


In der Realität selten so sauber: Die zunehmende Verschmutzung der Meere ist ein globales Problem.

Apropos verschmutzte Meere: Hast du schon unser Lehrmaterial zum SDG 14 „Leben unter Wasser“ ausprobiert?


Sophie war diese Tatsache bewusst und ihr wurde klar: „Es muss etwas geschehen!“. Meere sind zu kostbar, um mit alten Fischernetzen zugemüllt zu werden. Also warum nicht nachhaltige Sportkleidung daraus machen?


Wie funktioniert’s?

Alte Fischernetze, die von der Healthy Seas Initiative beispielsweise im Mittelmeer gesammelt werden, werden geschreddert, eingeschmolzen und anschließend in einem Verfahren, das einen geringen Energieverbrauch hat, zu sogenanntem Econyl® weiterverarbeitet. Das ist ein Nylongarn, das zu einhundert Prozent regeneriert ist und mit reinem Qualitäts-Nylon locker mithalten kann! Dieses Garn bildet die Grundlage für den Stoff, der zunächst in Italien gewebt wird. Das Design für die stylischen Sportsbras, Leggings, Tops und Hoodies wird in Österreich entwickelt. Diese werden anschließend fair in Portugal produziert.


Die Sportklamotten können alles, was herkömmliche Sportbekleidung auch kann, wenn nicht sogar besser: Sie sind antibakteriell, atmungsaktiv, schnelltrocknend, geruchsneutral – und eben nachhaltig!


Wir wollten genauer nachfragen und haben Sophie dazu interviewt! Das gesamte Gespräch liest du hier nach!


Wo ist die Sportkleidung erhältlich?

FITICO sportswear ist bereits in mehreren Stores in Wien erhältlich, wo du die tolle Passform und das angenehme Material selbst anprobieren kannst. Zudem ist die nachhaltige Sportbekleidung im Online-Shop von FITICO sportswear zu bestellen.

Umdenken lohnt sich! Wir freuen uns über solchen innovativen Unternehmergeist, der nachhaltige Ziele verfolgt!


Wir wünschen Sophie und ihrem Team noch weiterhin viel Erfolg und werden uns für die nächste Sporteinheit mit gutem Gewissen in die stylische und nachhaltige Ocean Collection werfen!


Always keep moving!

Julia von move4sustainability

Über die Autorin:

Julia Wlasak ist Vollblut-Sportlerin. Sie blickt auf umfassende Erfahrung im Schul- und Hochschulbereich zurück und wundert sich, warum Sport so wenig Aufmerksamkeit im Nachhaltigkeits- und BNE-Kontext bekommt. Deswegen gründete sie im Dezember 2019 move4sustainability.